Salam to You ist ein Online-Präventionsprojekt im Bereich religiös begründeter Extremismus, das die Expertise engagierter und interkulturell interessierter, junger Menschen ab 16 Jahren in den Mittelpunkt stellt. TeilnehmerInnen der von uns angebotenen Medien-Workshops haben die Möglichkeit, sich über Lebensfragen und Erfahrungen auszutauschen, diese medial aufzubereiten und über die sozialen Medien zu veröffentlichen.

Hintergrund

Junge Menschen sind im Internet häufig auf der Suche nach Antworten auf Fragen aus ihrem Alltag – Familie, Schule, Religion, Liebe, Identität etc. Durch die Algorithmen der unterschiedlichen sozialen Medien laufen sie dabei Gefahr, die Vielfältigkeit der Sichtweisen und Erklärungsmuster nur eingeschränkt wahrzunehmen. Bei der Informationssuche im Netz finden sie häufig polarisierende Aussagen und pauschale Antworten, die nicht die bestehende Komplexität und Vielfalt widerspiegeln. Junge Menschen stoßen im Internet vermehrt auf demokratiegefährdende Inhalte, die das Potenzial haben, Radikalisierungsprozesse anzustoßen und die Jugendlichen an ihrem eigenen Platz in der gesellschaftlichen Mitte zweifeln zu lassen. Unwahrheiten und Abwertungen werden verbreitet und einseitige Lösungen dargestellt. Rekrutierungsversuche extremistischer Gruppen im Netz zielen oft auf emotionale Bedürfnisse junger Menschen (Zugehörigkeit, Anerkennung etc.) und deren altersspezifische Lebensfragen (Identität, Sinnsuche etc.). ExtremistInnen instrumentalisieren bewusst den Wunsch nach Gerechtigkeit, der bei jungen Menschen besonders ausgeprägt ist. Dem begegnen wir mit unserem Projekt.

 

Ziele

Mit Salam to You möchten wir ein Gegenangebot zu extremistischen Seiten im Netz anbieten, indem wir die Stimmen und Meinungen junger, engagierter Menschen stärken.

 

Wir suchen Jugendliche und junge Erwachsene, die

  • in unserem Projekt mitwirken wollen, um mit uns gemeinsam etwas in der Gesellschaft zu verändern.
  • sich aktiv für Vielfalt und Demokratie und gegen Ausgrenzung und extremistisches Gedankengut einsetzen möchten.
  • einseitige mediale Darstellungen durch gemeinsam entwickelten Online-Content aufbrechen wollen.
  • Interesse daran haben, neue Methoden der Online-Prävention mit zu entwickeln.

Wir bieten Mitwirkenden:

  • die Möglichkeit, gesellschaftlich etwas zu verändern
  • mediale Gestaltungsmöglichkeiten (u. a. Video, Foto)
  • die Einführung in Journalismus und Storytelling
  • Video- und Tontechnik für die Erstellung von Content
  • Austausch mit InfluencerInnen und YoutuberInnen bzgl. der Erstellung von Content für Instagram und Youtube
  • Austausch mit Fachleuten aus dem Bereich Radikalisierung, Film/Video, Social Media, Medienkompetenz (zu den Themen Hate Speech und Fake News etc.)

Durch die Veröffentlichung von Medienformaten regen wir Reaktionen in Form von Kommentaren, Direktnachrichten, Media-Sharing oder anderweitigen Interaktionen an und wollen auf diesem Weg radikalisierungsgefährdete junge Menschen erreichen. Der Content bietet NutzerInnen eine Orientierung und animiert zu weiterer Partizipation. Diese Art der Kommunikation im Internet begleiten wir pädagogisch. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit der Beratung (offline und persönlich) mit seit vielen Jahren erfahrenen PädagogInnen von Violence Prevention Network.


Wie wir arbeiten

Zentrale Einstiegspunkte für die gemeinsame Arbeit sind unsere Medienworkshops. In diesen werden FachreferentInnen projektrelevante Themenfelder - wie zum Beispiel Online-Journalismus, Online-Applikationen, soziale Medien, Information und Aufklärung zu religiös begründetem Extremismus, Ausgrenzung und Diskriminierungserfahrungen - thematisieren, sowie das Erstellen von unterschiedlichen digitalen Medienformaten zeigen und medienpädagogisch begleiten.

Anschließend werden die gemeinsam entwickelten Medienformate im Internet veröffentlicht. Die AdressatInnen der Inhalte sind radikalisierungsgefährdete junge Menschen. Die ProduzentInnen der Inhalte bleiben auf Wunsch anonym. Unter Berücksichtigung der Medien-Nutzungsgewohnheiten junger Menschen und deren Lebenswirklichkeit wird die Wirkung der Inhalte im Hinblick auf die erfolgreiche Kontaktaufnahme und Einleitung von Gesprächen dokumentiert und prozessbegleitend vom Salam to You-Team evaluiert.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie Jugendliche in Ihrem Umfeld auf Salam to You aufmerksam machen könnten.

Hier finden Sie unseren Flyer zum Download:

 

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Kontakt

Projekt Salam2You

Alt-Moabit 104
10559 Berlin

Tel.: 030 407 55 120

Email: info[at]salam2you.de

Web: www.salam2you.de

Projektleitung: Michèle Leaman

Online Spenden

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Spendenkonto Bank für Sozialwirtschaft:

IBAN: DE14100205000001118800

BIC: BFSWDE33BER

 

Warum spenden?

Medienanfragen

MedienvertreterInnen wenden sich bitte an die zentrale Pressestelle:

Cornelia Lotthammer, Paul Merker

Tel.: 030 / 36 46 04 09
Email: presse[at]violence-prevention-network.de

Liebe MedienvertreterInnen, wir stehen gern für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ohne Ausnahme keine Kontakte zu unseren KlientInnen und deren Angehörigen herstellen.