
2008 stieg die Zahl politisch motivierter Straftaten um 11,4 Prozent - am stärksten im Bereich der rechts motivierten Straftaten. 9.894 rechtsextrem motivierte Gewaltstraftaten erfasst die Statistik für 2008, die Dunkelziffer liegt deutlich höher. 71,7 % der im Jahr 2008 registrierten Gewaltkriminalität entfielen auf Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Fast 80 % all der Jugendlichen, die wegen einer Gewalttat verurteilt und inhaftiert werden, werden nach ihrer Entlassung rückfällig. Weil sich nichts an ihrem Verhalten und nichts an ihren Motiven geändert hat.
Verhalten ändern. Opfer verhindern. Rückfallquoten senken.
Mit dem Programm "Verantwortung übernehmen - Abschied von Hass und Gewalt" hat Violence Prevention Network ein wirksames Konzept gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Extremismus und Fundamentalismus entwickelt. Das Programm inhaftierten jugendlichen Gewaltstraftätern, die aus extremistischen, rassistischen, fremdenfeindlichen oder demokratiefeindlichen Motiven gewalttätig geworden sind, die Chance, an einem 6-monatigen Training teilzunehmen. Im Verlauf des Gruppentrainings, das Anti-Gewalt-Training mit politischer Bildungsarbeit kombiniert und auf Grundsätzend er Verantwortungspädagogik beruht, steht die Auseinandersetzung mit Motiven, Ideologie und Rechtfertigungsstrategien gleichrangig neben der Tataufarbeitung auf dem Programm. Dem Training schließt sich das bis zu einjährige Stabilisierungscoaching nach der Entlassung an.


