In Kooperation mit dem Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg und der Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA) Brandenburg GmbH führt Violence Prevention Network das Projekt
Re-Integration und Re-Sozialisierung von rechtsextremistisch orientierten und gewaltbereiten Jugendlichen und Heranwachsenden im Jugendvollzug („Abschied von Hass und Gewalt“)
durch. Das Programm avisiert die Zielgruppe jugendlicher Haftinsassen, die wegen schwerer Gewaltkriminalität einsitzen und in erheblichem Maße extremistischen und intoleranten Ideenwelten zuneigen.
Zusammengesetzt ist das Programm aus einem Trainings- und Qualifizierungsangebot in Haft und der Ansprache und Einbindung von vertrauenswürdigen Angehörigen und Unterstützern (Ankerpersonen). Enthalten ist zudem die Option, den Teilnehmern des Programms nach Entlassung eine bis zu halbjährliche (Nach-)Betreuung zur Re-Integration anzubieten.
Das Trainingsprogramm hat verschiedene Module zum Inhalt. Dazu zählen:
- die Auseinandersetzung mit ihrer Biografie und darin sich veröffentlichende Grundmuster wie Motive (biografisches Verstehen)
- der Kontext Einfluss nehmender Gruppendynamik
- die Rekonstruktion der Tat mit den dabei zutage tretenden Verleugnungs- und Verharmlosungsstrategien
- die Auseinandersetzung mit dem Opfer bzw. dem Opferstatus
- die Entwicklung eigener und privater Unterstützungssysteme
- die Vorbereitung der Entlassung mit der Entwicklung realistischer Zielsetzungen
Nach Entlassung besteht die Option einer (Nach)Betreuung bzw. eines Coachings zur Integration in Alltag und Arbeit. Sie wird von den TrainerInnen durchgeführt, die auch verantwortlich für das Training waren. Vermieden werden sollen damit Beziehungsabbrüche. Das Coaching umfasst regelmäßige Beratung und Treffen unter Einbeziehung der „Ankerpersonen“ und wichtigen Ansprechpartner in Alltag und Arbeit. Das Coaching erfolgt freiwillig, beinhaltet aber vor Beginn den Abschluss eines Kontraktes zwischen TrainerInnen und der betroffenen Person. Bestandteil des Programms ist auch eine regelmäßige Betreuung/Supervision wie Fortbildung der MitarbeiterInnen/TrainerInnen.
Gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialsfonds und des Landes Brandenburg












